Corporate Volunteering III: Umsetzung in KMUs

Aus Unternehmen in der Gesellschaft

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Inhaltsverzeichnis

Warum lohnt sich „Corporate Volunteering“ auch für den Mittelstand?

„Corporate Volunteering“ [...] ist eine Engagementform, die gerade auch für kleine und mittelständische Unternehmen interessante Möglichkeiten aufweist:

Mittelständische Unternehmen sind ihrem Standort nicht nur verbunden, sondern – vor allem kleinere - meist auch ohne Alternative an ihn gebunden. Lebendige positive Beziehun-gen zu Politikern, Multiplikatoren, Medien, Nachbarn u.a.m. sind hier von Vorteil. Trägt ein Unternehmen mit seinen Kernkompetenzen und der Leistungsfähigkeit sowie Enga-gementbereitschaft seiner Angestellten zur Lösung sozialer Probleme oder zur Stärkung gemeinnütziger Organisationen bei, kann es sich des allseitigen Respekts und einer anerken-nenden öffentlichen Resonanz sicher sein. Erfahrungsgemäß wirkt das Engagement mit Personal und Kompetenz vielfältiger und umfassender als eine Geld- oder Sachspende. Jeder Betrieb ist auf seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Kompetenz, Loyalität und Motivation angewiesen. Ebenso das Corporate Volunteering. Die Anerkennung des gesellschaftlichen Engagements der Mitarbeiter und ihre Einbindung in das Unternehmensengagement stärkt den Mit-arbeiterstolz auf das und die Loyalität gegenüber dem Unternehmen. Außerdem lässt sich immer wieder feststellen, dass die Teamfähigkeit, soziale und fachliche Kompetenz bis hin zur Kreativität der einzelnen Angestellten mit einem solchen Engagement wirksame Impulse erfährt. Zusammenhalt und Wir-Gefühl; Kooperationsbereitschaft zwischen Teams, Abteilungen, dem Innen- und Außendienst u.a.m.; Arbeitszufriedenheit und Krankenstand – diese Ausprägungen einer starken und reichen Unternehmenskultur sind Erfolgskriterien eines kontinuierlichen Corporate Volunteering-Engagements. Denn ein solches Engagement – systematisch entwickelt und langfristig ausgerichtet – trägt wesentlich zur Stärkung und Belebung der Organisationskultur des Unternehmens bei. Das Engagement mit Unternehmenskompetenz und personal bietet gegenüber anderen klassischen Engagementinstrumenten wesentliche

Vorteile

Spenden

Für die Spende gibt es häufig nur die steuerabzugsfä-hige Spendenbescheinigung und das Dankschreiben des Empfängers. In der Öffentlichkeit wie in der eigenen Beleg-schaft wird sie höchstens bei einem außerordentlich hohen Betrag wahrgenommen. Für die gemeinnützige Einrichtung ist die Spende ein mehr oder weniger wichtiger Beitrag zur laufenden Finanzierung, allerdings meist keine Lösung ihrer (strategischen) Probleme. Folgendes Bild mag dies illustrie-ren: Einem Hungernden einen Fisch (Spende) zu geben, nährt ihn für einen Tag. Ihn das Fischen zu lehren (Kompetenz zu spenden) nährt ihn für sein Leben.

Sponsoring

Sponsoring als professionelles Imageprofilierungs-instrument verstanden (im Unterschied zur „Sponsoring“ ge-nannten tatsächlichen Spende) steht den wenigsten kleinen und mittelständischen Unternehmen zur Verfügung. Wo doch, lässt sich mit einem Kompetenz- statt einem Finanz-sponsoring häufig eine bessere (medien)öffentliche Resonanz erzielen. Printmedien zum Beispiel, die in der Vergan-genheit erkennbar reserviert waren bei der Nennung von Sponsoren in redaktionellen Beiträgen, berichten ausführlich und mit selbstverständlicher Nennung des Unternehmens über das gemeinnützige Engagement der Mitarbeiter im Unternehmenskontext.

Welche Erfahrungen gibt es?

Dass die bisher genannten Nutzenüberlegungen und Beispiele nicht aus der Luft gegriffen sind, belegen die Praxisbeispiele, die wir regelmäßig recherchieren und jeweils aktualisiert im Internet unter den Titel „Unternehmen in der Gesellschaft - Engagement mit Personal und Kompetenz“ veröffentlichen (http://www.visavis-agentur.de/on/content/04_info/04_veroeffentlichungen.html). Einige interessante Praxisbeispiele finden Sie in der Praxisdo-kumentation der Agentur VISaVIS (http://www.visavis-agentur.de/Corporate-Volunteeri.46.0.html)

Die Engagementthemen, -formen und –partner der hier aufgeführten Beispiele sind sehr vielfältig. Ihnen allen gemeinsam ist das Unternehmensengagement unter starker Beteiligung der Mitarbeiter bzw. unter Einsatz der Kernkompetenzen des Unternehmens. Das Engagementfeld bzw. die Engagementform sind in der überwiegenden Zahl der Beispiele aus dem Gegenstand des Unternehmens bzw. seinen Kernleistungen abgeleitet.

Informationen zum Artikel

Autor: Dieter Schöffmann

Den kompletten Artikel "Corporate Volunteering III: Umsetzung in KMUs" finden Sie auf Seite 259 des Buches "Handbuch Corporate Citizenship" des Springerverlages

ISBN 978-3-540-36357-6

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